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Unterkellerung im linken Schiff

Gegenüber den herkömmlichen kleinen Ackerbürgerhäusern in Bevergern des 17. Jahrhunderts sticht dieses Haus schon durch die reiche Unterkellerung im linken Schiff hervor. Dieser Kreuzgratgewölbekeller dürfte noch vom Vorgängerbau stammen und den Stadtbrand von 1658 unbeschadet überstanden haben.
Im 18. Jahrhundert scheint es einen Umbau gegeben zu haben. Dieser deutet sich schon von außen in den Fundamenten sichtbar an. Während die vordere Haushälfte, insbesondere die Stubenzone, fein sauber mit Quadern ausgeführt ist, befindet sich in der hinteren Haushälfte (gut an der linken Traufe erkennbar) noch das ältere Bruchsteinmauerwerk. Möglicherweise kamen hier die Werksteine der 1680 gesprengten Burg zum Einsatz.
In die gleiche Zeit fällt der Einbau von größeren Fenstern in den vorderen fünf Gefachen der linken Traufwand und in den zwei Gefachen links des Deelentores. Dazu wurde die zweifache Verriegelung zu einer dreifachen ausgewechselt und die vordere Fußstrebe am linken Giebel entfernt.
Ein weiterer Umbau erfolgte im Jahre 1831. Zu diesem Zeitpunkt wird man das Haus an der rechten Traufe in den hinteren zwei Dritteln auf Kosten des Kirchplatzes erweitert haben. Während dieser Ausbau auf der Kirchplatzseite in Fachwerk geschah, wurde wohl gleichzeitig der im Wetter liegende Rückgiebel komplett massiv - einschließlich der Erweiterung - neu hochgezogen und in typisch spätbarocker/klassizistischer Gesinnung mit Krüppelwalm gestaltet und Tür und Fenster erhielten Bruchsteingewände.
Dr. Stefan Baumeier, ehem. Direktor des Westfälischen Freilichtmuseums Detmold, wundert sich, dass der Klosterhof im 18. Jahrhundert nicht die sonst in Bevergern üblichen großzügigen Barock- und Rokokoerneuerungen in Massivbauweise erhalten hat. Er stellte sich 1994 die Frage, ob das Kloster nicht finanzkräftig genug war oder ob es zu diesem Zeitpunkt schon in anderen Besitz übergegangen war.

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Am 09.11.2013 wurde das denkmalgeschützte Gebäude wieder neu eröffnet. Mit dem Ehepaar Wolfgang und Dagmar Wagner aus Riesenbeck wurden zwei motivierte Pächter mit langjähriger Gastronomieerfahrung gefunden. In renovierten Räumlichkeiten soll der Klosterhof für gesellige und erholsame Stunden sorgen.


Mit freundlicher Genehmigung von Heinz-Josef Reckers, Hörstel-Bevergern
(Kreisheimatbund Steinfurt e.V.)